Pressebericht:

Arbeitskreis: Opfern der Kirchbergmorde gemeinsam gedenken

Bild1Der Arbeitskreis „Gedenkgang Kirchbergmorde März 1945” berichtet, dass fast alle Vorbereitungen abgeschlossen seien. Vertreterinnen und Vertreter von Parteien, Gewerkschaften, Kirchengemeinden, Schulen, Organisationen sowie Bürgerinnen und Bürger werden den Weg der Ermordeten am 28.März 2015 in Erinnerung an die Opfer noch einmal gemeinsam gehen.
Die Veranstaltung „stehe damit auf einer sehr breiten und dem Anlass angemessenen Basis“ teilte Günter Löffler, Sprecher des Arbeitskreises, mit. Der Gedenkgang beginnt um 14:00 Uhr am Amtsgericht in der Wilhelmstraße. Dort werden auch, wie an allen weiteren Stationen, Fotos der Ermordeten gezeigt. Schülerinnen und Schüler der Bensheimer Gymnasien werden die Biographien der Opfer vortragen und über die Ereignisse vom 23. März 1945 berichten. Wichtig sei, so Löffler, dass die Teilnehmer des Gedenkgangs viele Details erfahren, wie z.B. über das Gestapo-Gefängnis, den Fluchtversuch von Alex Romanow, der überlebte oder Gretel Maraldo, die auf der Flucht erschossen wurde. Für viele Menschen ebenso nicht bekannt, dass die Opfer unterhalb des Platzes der Erschießungen warten mussten und die Schüsse hörten, bevor sie selbst zum Tatort geführt wurden. Die einzelnen Stationen des Gedenkgangs sind: Amtsgericht- Ehemaliges Gestapo-Gefängnis – Ecke Ernst-Ludwigstraße/Dürerstraße – Brunnenweg – Gedenkstein am Kirchberg.
Am Gedenkstein folgen Redebeiträge von Bürgermeister Rolf Richter und Christoph Jetter von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der Antifaschisten(VVN-BdA). Den musikalischen Rahmen gestaltet die Städtische Musikschule mit verschiedenen musikalischen Darbietungen. Die Veranstaltung wird voraussichtlich gegen 16:00 Uhr zu Ende sein. Mitglieder des Darmstädter Fotoclubs begleiten den Gedenkgang, um eine Fotodokumentation darüber zu erstellen. „Auch 70 Jahre nach den Nazi-Morden am Kirchberg gibt es in Deutschland immer noch Antisemitismus und Rassismus. Auch deshalb laden die Initiatoren die Menschen ein, sich am 28. März 2015, um 14:00 Uhr am Amtsgericht in der Wilhelmstraße einzufinden. Den Opfern von damals – öffentlich und über Parteigrenzen hinweg – gemeinsam zu gedenken, ist ein klares Signal gegen alte und neue Formen antisemitischer und rassistischer Hetze“ teilt Günter Löffler vom Sprecherrat mit.

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